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Abschluss & Berechtigungen

Reife- und Diplomprüfung 

Die Ausbildung in der Bautechnik dauert 5 Jahre. In den ersten 3 Jahren wird Bautechnik allgemein als Grundlage vermittelt. Im 4. und 5. Jahrgang erfolgt die Vertiefung in den Ausbildungsschwerpunkten Hochbau, Tiefbau oder Holzbau.

Im 5. Jahrgang werden Projekte in Teamarbeit erstellt. In Teams von 2 - 3 SchülerInnen werden neben der Bautechnikausbildung auch Soziales Lernen, Persönlichkeitsbildung, Kooperation und Teamfähigkeit erlernt.

Die Projekte müssen zudem laufend zwischenpräsentiert werden. So lernen die Schüler das richtige Auftreten und Präsentieren von Projekten.

Das Jahr wird abgeschlossen mit dem Jahreszeugnis des 5. Jahrgangs. Im Anschluss daran beginnt die Phase der Reife und Diplomprüfung. Diese besteht aus dem schriftlichen Teil, bestehend aus:

  • Klausur in Sprache Deutsch/Englisch (5 Stunden)
  • Klausur in Angewandter Mathematik und Fachtheorie (5 Stunden)
  • Diplomarbeit

und den abschließenden mündlichen Prüfungen, bestehend aus:

  • Prüfung in einem Wahlfach
  • dem Schwerpunktfach aus der Diplomarbeit
  • einem Komplementärfach aus der Bautechnik

Mit dem Abschluss erhält man das Reife- und Diplomprüfungszeugnis. Dieses beinhaltet die Studienberechtigung für Universitäten und Fachhochschulen, die allgemeine Reifeprüfung und die Diplomprüfung, die für die Berufsausbildung/Fachkompentenz steht.

Neuer Lehrplan

Der neue Lehrplan seit 2011 bringt im Wesentlichen Fächerbündelungen im Bereich Naturwissenschaften wie Physik und Chemie, ein Fächerbündel in Geschichte und Geografie sowie neue Fächerbündel im Bereich des fachtheoretischen Unterrichts wie z. B.

  1. Baukonstruktion mit Technologie und Bauphysik
  2. Tragwerke mit Statik, Stahlbetonbau, Stahl- und Holzbau
  3. Baubetrieb mit Kenntnissen im Baurecht, Baumanagement, Ausschreibung und Vergabe, SIGE-Planung, Qualitätsmanagement usw.
  4. Darstellung und Gestaltung mit Darstellender Geometrie, Konstruktionsübungen, Freihandzeichnen, Digitalem Zeichnen/CAD usw.
  5. Infrastruktur mit Grundkenntnissen im Vermessungswesen, Siedlungs- und Wasserbau, Straßenbau, Grundbau, Brückenbau usw.
  6. Bauplanung und Projekt mit Entwurf, Einreichplanung, Polier- und Detailplanung, Modellbau und Visualisierung
  7. praktischer Unterricht im Bereich Maurerei, Zimmerei und Baunebengewerbe, wobei in Zukunft verstärkt auf die Ausbildung zum Bauleiter Wert gelegt wird.
  8. im Hochbau: Hochbautechnologie mit Niedrigenergiebauweise und Sanierung, im Tiefbau: Ingenieurbau mit Wasserbau und Brückenbau, im Holzbau: mit Holzbautechnologie, Bauentwurf und Montagetechnik.

Das Fach „Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenz" soll Gewalt, Mobbing, pubertäre Probleme, Klassengemeinschaft und vieles Andere behandeln.

Berechtigungen

  • nach 5 Schuljahren REIFE- und DIPLOMPRÜFUNG
  • abgeschlossene Berufsausbildung mit EU-DIPLOMNIVEAU
  • Studienberechtigung für UNIVERSITÄTEN und FACHHOCHSCHULEN
  • Anrechnung von Fachkompetenzen im Studium
  • nach 3 Jahren Praxis: Standesbezeichnung INGENIEUR auf Antrag
  • Berechtigung zum Betreiben eines technischen Büros nach 5 Jahren Berufspraxis
  • Entfall von Prüfungsteilen (Modul 1) bei der Baumeister- und Zimmereimeisterprüfung

Berechtigung zum Studium an einer technischen Universität sowie der allgemeinen Universität zum Studium aller anderen Fachrichtungen. Bei facheinschlägigen Studien (Architektur und Bauingenieur) werden Fachkompetenzen anerkannt und Prüfungen können schneller absolviert werden. Man kann somit bis zu einem Jahr einsparen.

Anerkennung der beruflichen Qualifikation in der EU gemäß Anhang III der Richtlinie 2005/36/EG