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Projekt Bukalagi/Uganda

Technical School Bukalagi

Die Technical School in Bukalagi liegt etwa 100 km von Kampala, der Hauptstadt Ugandas, entfernt und bildet Maurer, Tischler, Schneider und Schuster aus. Für diese Handwerker besteht in der Region großer Bedarf.

 

Foto Schulgebäude

 

SchülerInnen und LehrerInnen der HTL Imst haben gemeinsam mit den Schülern der Technical School im Sommer 2009 ein Schulgebäude mit 3 Klassenzimmern errichtet.

 

Doch --- das kann nicht das Ende gewesen sein.

Wir waren in Bukalagi und haben dort gearbeitet, gelebt und viel erreicht - ein tolles Schulgebäude natürlich - aber vor allem Freunde gefunden. Freunde, deren Leben und Arbeit wir hautnah kennenlernen durften.

Zum Beispiel Father Joseph, der Pfarrer von Bukalagi, bei ihm haben wir gewohnt. Er ist neben seinen Aufgaben als Seelsorger zuständig für das Wohl der Schüler und Eltern in Bukalagi. Das sind andere Bedürfnisse als wir es uns hier vorstellen können: viele Kinder können, obwohl die Primary School kostenlos ist, diese nicht besuchen, weil sie einfach kein Geld für das Mittagessen, das Schulmaterial und die Kleidung haben. Die dringend notwendige Berufsausbildung ist für viele überhaupt unmöglich, weil alle weiterführenden Schulen Schulgeld verlangen. Er hilft wo er kann, aber auch die Pfarre hat nur bescheidene Möglichkeiten.

Und Father Emmanuel, auch er wohnte bei uns in der Pfarre Bukalagi, er ist unter anderem zuständig für die Waisenkinder. Mehr als 50% der Bevölkerung Ugandas ist unter 14, nicht nur wegen der hohen Geburtenrate, nein vor allem weil eine ganze Generation, die der Eltern, von AIDS durchseucht ist, und viele bereits gestorben sind. Übrig sind manchmal noch die Großeltern, die sich mehr schlecht als recht um ihre Enkelkinder kümmern. Fr. Emmanuel organisiert Unterkünfte, wo zumindest manchmal eine Hilfe vorbeischaut, Schweine, Ziegen und Kühe um den Lebensunterhalt bestreiten zu können, einen kleinen Acker, um den Anbau von Bananen zu ermöglichen. 14-jährige Kinder müssen in diesen armseligen Hütten auf ihre kleinen Geschwister aufpassen und sind völlig auf sich allein gestellt. Berufsausbildung unmöglich, Lebensperspektive gleich null. Wie er diesen Kindern wenigstens das Nötigste ermöglichen kann, ist seine tägliche Sorge.

Wir konnten und wollten vor diesen Tatsachen die Augen nicht verschließen und ein Wunsch reifte schon in Uganda in allen von uns: irgendwie muss das Projekt Bukalagi weitergehen. Noch ein Schulgebäude? Nein, das ist wohl nicht mehr notwendig.

ABER: Unsere Freunde Father Emmanuel und Father Joseph bei ihrer Arbeit zu unterstützen, das können wir, das ist überschaubar und machbar. Dafür wollen wir Freunde und Unterstützer gewinnen.

 

foto hände 

Spendenkonto:

Bukalagi/Hypo Tirol Bank
IBAN: AT47 5700 0300 5311 4480/BIC: HYPTAT22

TEXTE VON SCHÜLERINNEN UND SCHÜLERN:

Manchmal, wenn ich an dieses Land denke, sehe ich Armut.

Manchmal, wenn ich an dieses Land denke, entdecke ich Reichtum.

Manchmal, wenn ich an dieses Land denke, spüre ich Trockenheit.

Manchmal, wenn ich an dieses Land denke,rieche ich Fruchtbarkeit und Regen.

Manchmal, wenn ich an dieses Land denke, wittere ich Gefahr.

Manchmal, wenn ich an dieses Land denke, spüre ich Sicherheit.

Manchmal, wenn ich an dieses Land denke, überfällt mich Einsamkeit.

Manchmal, wenn ich an dieses Land denke, denke ich an Freunde.

Manchmal, wenn ich an dieses Land denke, fürchte ich um die Zukunft dieser Menschen.

Manchmal, wenn ich an dieses Land denke, bewundere ich, dass sie mit Geschicklichkeit und Fantasie Probleme einfach lösen.

Manchmal, wenn ich an dieses Land denke, denke ich an Freiheit und Glauben.

Manchmal, wenn ich an dieses Land denke, fürchte ich die Gefangenschaft.

Manchmal, wenn ich an dieses Land denke, fasziniert mich die Kunst ein Leben ohne Technik und industrielle Entwicklung zu leben.

Manchmal, wenn ich an dieses Land denke, sehe ich Armut, entdecke ich Reichtum.

Manchmal, wenn ich an dieses Land denke, ...

Immer, wenn ich an dieses Land denke, erinnere ich mich an eine wunderschöne Zeit. Und wenn ich in Zukunft an Afrika denke, erwachen die Erlebnisse wieder, die ich nie vergessen werde.

(Cindy Müller)

 

RHB GmbH

Man sieht es oft und man lann sich gar nicht vorstellen, dass es in Afrika so gut wie nicht existiert.

Eine Selbstverständlichkeit, nur ein Anruf und einige Tage später steht es da und pumpt den Beton in die Schalung.

C20/25/XD3/XM1/XF4/F45/GK32/SB/PB und was man noch alles dazuschreiben kann, um Beton zu beschreiben.

Ja so ist es, Mischwagen gibt es leider keine. Dafür einen LKW mit feinem Sand, einen mit grobem Sand und einen mit Steinen (Durchmesser zwischen 10 und 150 mm), etliche Säcke Zement und einen Pickup mit vollen 20-Liter Kanistern Wasser - Vorstufen für den zum Schulbau benötigten Beton. Zum Mischen noch drei Schaufeln und zwei starke Freiwillige. Dann geht's endlich los. Den Sand und den Zement mischen, ausbreiten, Steine darauf, Wasser dazu und dann die aufgestauten Kräfte einsetzen und reinhauen bis die Schaufeln brechen.

Verdichten mit der Rüttelflasche? Keine Chance! Händisch geschieht das, sind ja nur ca. 6 m³ Beton.

Jetzt weiss ich schon meine Aufgabe nach der HTL: Ich eröffne ein Betonwerk, und weil das Mischen mit der Hand so leicht und schnell geht, gibt's bei mir dann "Rabanser handgemischter Beton".

(Josef Rabanser)

 

Wir hatten ein Ziel!

Unsere Aufgabe war ein Haus zu bauen.

Der Zeitplan gab vor, dieses gemeinsam in vier Wochen fertigzustellen.

Unser Ziel haben wir erreicht!

Auf dem Weg dorthin hatten wir zwar das Ziel vor Augen,

doch am stärksten bewegte uns

das MITEINANDER.

Ich lernte wieder, dass nicht das Ziel allein wichtig ist, sondern der Weg dorthin.

Zeit mit den Menschen zu verbringen und miteinander etwas zu schaffen!

(Sandra Sailer)

 

Gastfreundschaft und Freundlichkeit haben mich überwältigt. Unsere Ankunft feierten die Menschen aus Bukalagi, sie freuten sich und liesen uns das auch spüren. Jeder wollte uns die Hand geben, uns begrüßen. Aus ihren Blicken strahlte Hoffnung auf bessere Lebensbedingungen und große Dankbarkeit. Trotz der Armut und des einfachen Lebens bereiteten uns die Ugandesen ein großes Fest mit Köstlichkeiten, mit Musik und Tanz. Viele teilten mit uns ihr Essen, obwohl sie selbst nicht viel mehr hatten. Alle wollen mit uns in Kontakt bleiben und hoffen auch uns wiederzusehen. Eine Lebenserfahrung die mir zeigte, dass man mit weniger noch mehr geben kann, und wenn es nur Kleinigkeiten sind.

(Tobias Marte)